Betreuerabend

Werbung aus vergangenen Tagen


Ein Bericht zum traditionellen Betreuerabend 2014 im Dorfmuseum Schönwalde


Von Gerrit Gätjens


Das waren noch Zeiten: Mit der Frage „Wer wird denn gleich an die Decke gehen?“ assoziiert man, wenn man mit Kino- und Fernsehwerbung der 50er und 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts groß geworden ist, ein kleines Zeichentrickmännchen, dem immer alles danebengeht. Erst mit dem Anzünden einer Zigarette der Marke HB erledigte sich dann alles wie von selbst...


Ein Wiedersehen mit dieser kauzigen Figur und anderen Kuriositäten aus der Werbung vergangener Zeiten gab es beim Betreuerabend im Dorfmuseum Schönwalde, der – nach einigem Termingeschiebe – dann am Buß- und Bettag, also am Mittwoch, den 19. November abgehalten wurde.


Die Ehepaare Andrea und Jürgen Kietzmann sowie Ines und Andrea Hürtgen hatten sich die Mühe gemacht, den unterhaltenden Teil des Abends vorzubereiten. Sie lasen – mit Unterstützung von Renate Schäfer - einige ausgesuchte Exemplare von Werbung aus dem „Flotten-Kalender“ des Jahres 1914; ein Periodikum aus der Schifffahrt, dass es übrigens auch heute noch gibt. Wundersame Mittelchen und Arzneien wurden hier mit für heutige Verhältnisse bemerkenswerter Umständlichkeit angepriesen, aber auch, wo man bzw. frau sich in kurzer Zeit mit passender Kleidung vom bunten Paradiesvogel zur stilvoll trauernden Witwe verwandeln lassen konnte. Die entsprechenden Anzeigen wurden parallel dazu auf einer Leinwand gezeigt, damit die grafische Komponente ebenfalls zu ihrem Recht kam. Gelegentlich wichen die Vortragenden vom „FlottenKalender“ ab und zeigten Kino- und Fernsehwerbung aus der Kinderstube der Bundesrepublik, was ebenfalls zu großer Heiterkeit führte.


Zur dieser gelösten Stimmung trug mit Sicherheit auch der süffige Punsch bei, traditionell zubereitet von Renate Schäfer. Damit dieser auch auf eine gute Grundlage traf, hatten Marianne Michaelsen und das Ehepaar Rolf und Lieselotte Seidel für eine (über)reichliche Verköstigung mit leckeren Schnittchen gesorgt. Ein weiterer Dank geht auch an Helga Hagedorn, die für die liebevolle Dekoration verantwortlich zeichnete.