Willkommen im Dorf- und Schulmuseum

Das Museum zum Anfassen  -  Schule im alten Schulhaus

Kulturpreisträger des Kulturpreises 2007 des Kreises Ostholstein


Museum geht neue Wege des Frühjahrsputzes

Gemeinschaftsaktion am 24. April abgesagt

Hoffnung ruht nun auf "Einzelputzern"

Auch in diesem Jahr verhindert die Corona-Pandemie liebgewonnene Traditionen im Dorf- und Schulmuseum. So musste erneut der für den 24. April geplante Frühjahrsputz aufgrund der geltenden Anordnungen zur Kontaktminimierung abgesagt werden. An Stelle einer Gemeinschaftsaktion mit vielen Helfern im Kampf gegen den Staub der Wintermonate versucht der 1. Vorsitzende des Fördervereins nun auf anderem Weg für Sauberkeit zu sorgen. „Schon 2020 haben wir das Museum mit seinen 280 Quadratmetern Ausstellungsfläche in sechs Räumen in 16 Reinigungsreviere zwischen vier und 54 Quadratmetern aufgeteilt“, erklärt Marc Dobkowitz. Für diese Reviere werden nun „Einzel-Putzer“ gesucht, die nach vorheriger Absprache das Museum alleine oder als häusliche Gemeinschaft betreten und den Frühjahrsputz durchführen.

Im Großen und Ganzen geht es ums Staubwischen und Entfernen von Spinnweben von den Exponaten, bevor einmal durchgesaugt wird. In den Bereichen, in denen viel Publikumsverkehr herrscht, wie etwa dem historischen Klassenzimmer, wird auch ein feuchtes Durchwischen, besonders in den Ecken und unter den Schulbänken, erforderlich sein. „Für jedes Reinigungsrevier gibt es eine Liste der Dinge, die über das Staubwischen und Fegen hinausgehen“, erklärt Dobkowitz. Eine Übersicht der Reviere findet sich auf der Homepage des Museums und bei Facebook. Wer helfen möchte, kann sich telefonisch beim Vorsitzenden unter 04528/1737 melden. „Ich hoffe, dass wir bis zum 15. Mai alle Räume gereinigt haben, um so für die Öffnung der Museen für die Öffentlichkeit vorbereitet zu sein“, sagt Dobkowitz, der den Vortrag zur Saisoneröffnung am 12. Mai bereits abgesagt hat. Auch die Planungen zum 44. Internationalen Museumstag am 16. Mai sind aufgrund der ungewissen Lage eingestellt. Die vorgesehenen Inhalte sollen im Verlauf des Jahres dennoch präsentiert werden.

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Mitgliederversammlung verschoben

Förderverein Dorfmuseum Schönwalde setzt auf Präsenzveranstaltung

Der Förderverein Dorfmuseum Schönwalde hat seine für Mittwoch, den 17. März geplante Mitgliederversammlung abgesagt und auf unbestimmte Zeit verschoben. „Wir möchten unbedingt auf eine digitale Versammlung oder auf eine Briefwahl verzichten“, begründet Marc Dobkowitz den Schritt. Der 1. Vorsitzende hat sich dazu mit seinem Vorstand abgestimmt, der wie er auf die Chance einer nachgeholten Präsenzveranstaltung im Verlauf des Jahres hofft.

Das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie bildet die Grundlage für die Entscheidung von den in der Satzung vorgeschriebenen Fristen abzuweichen. In diesem Jahr stehen der 1. Vorsitzende und die Beisitzer zur Wahl. Sie bleiben laut Gesetz bis zu einer Versammlung weiter im Amt. „Einen Jahresbericht hatten unsere Mitglieder bereits zum Ende des Jahres in Form unseren Jahresbriefes erhalten“, erklärt Dobkowitz, der sich nun in einem Brief mit weiteren Details der jüngsten Vergangenheit und einem Ausblick auf die bevorstehende Saison an die Mitglieder wenden will. „Ich bin froh, dass wir anders als manch anderer Verein unsere Versammlung im vergangenen Jahr noch vor dem Lockdown im März durchführen konnten“, sagt der Vorsitzende mit Blick auf die schwere Situation im Ehrenamt. Hinter den Kulissen laufen derweil die Vorbereitungen, um wie geplant ab 15. Mai in die Saison 2021 starten zu können.


5.000 Euro für die Digitalisierung

Hans Gerhard Ramler spendet für das Dorf- und Schulmuseum Schönwalde

Die Freude über die Spende von 5.000 Euro, die Hans Gerhard Ramler (Mitte) dem Förderverein des Dorf- und Schulmuseums Schönwalde quasi als Weihnachtsgeschenk überbrachte, war beim 1. Vorsitzenden Marc Dobkowitz (l.) und Honorarkraft Gerrit Gätjens groß.
Die Freude über die Spende von 5.000 Euro, die Hans Gerhard Ramler (Mitte) dem Förderverein des Dorf- und Schulmuseums Schönwalde quasi als Weihnachtsgeschenk überbrachte, war beim 1. Vorsitzenden Marc Dobkowitz (l.) und Honorarkraft Gerrit Gätjens groß.

Kurz vor Weihnachten kann sich das Dorf- und Schulmuseum über eine Spende von 5.000 Euro freuen. Hans Gerhard Ramler aus Sierksdorf überbrachte diese dem 1. Vorsitzenden des Fördervereins, der bereits Verwendung für die Mittel hat. Derzeit laufen die Vorbereitungen zur Digitalisierung der umfassenden Sammlung, die auf den ehemaligen Rektor der kleinen Dorfschule, Hermann Michaelsen, zurückgeht. „Diese Aufgabe ist mit ehrenamtlichen Kräften kaum zu leisten“, freut sich Dobkowitz über eine weitere Finanzspritze für das Projekt.

Neben einer weiteren Spende über 500 Euro der VR Bank Ostholstein Nord - Plön eG stehen bereits 5.000 Euro aus einer Erbschaft für die Digitalisierung der Exponate zur Verfügung.

Hans Gerhard Ramler war zur Gründung des Fördervereins 1983 Mitgliedes des Landtages und ist seither Mitglied. „Ich bin jemand, der solch eine Mitgliedschaft auch über das Mandat hinaus aufrechterhält“, bemerkt er bei der Spendenübergabe. „Ich war schlicht sprachlos, als mich Herr Ramler anrief und fragte, ob wir Verwendung für 5.000 Euro hätten“, berichtet Marc Dobkowitz vom ersten Kontakt mit dem langjährigen Mitglied.

Schon vor Jahren wurde begonnen, erste Stücke der Sammlung zu fotografieren und in einer Datenbank zu erfassen. Welchen Stellenwert die Digitalisierung im Dorf- und Schulmuseum hat, zeigt auch, dass der Förderverein Mitglied Nummer eins im entsprechenden Verbund der Museen mit dem Namen „digiCULT“ ist.

„Wir haben bislang auf ehrenamtlicher Basis gut 600 Exponate erfassen können. In den vergangenen Jahren lag dieses Thema jedoch auf Eis, weil uns schlichtweg das Personal fehlte“, berichtet Dobkowitz. In diesem Jahre habe man sich für einen Systemwechsel innerhalb des digiCULT Verbundes entschieden und bereite derzeit die Datenmigration in eine webbasierte Version der Datenbank vor. „Damit werden wir unabhängig vom Museum als Standort für die Datenerfassung“, begründet der Vorsitzende diesen Schritt. Allein 23 Ordner voller Inventarkarten waren auf ihre Übertragung in die Datenbank. „Diese Arbeit ist nicht nur wichtig als Grundlage für zukünftige digitale Ausstellungsangebote, wie sie in diesem Jahr von manchem Museum als Alternative für den Museumsbesuch entwickelt wurden, sondern ist auch wichtig für Forschung und Lehre“, begründet Dobkowitz den hohen finanziellen Einsatz für das Projekt. Studenten und Forscher machten sich heute immer seltener auf den Weg in kleine Museen, obwohl dort manche Schätze lagerten. Eine wissenschaftliche Sichtung der in Schönwalde lagernden Sammlung von rund 1.000 Schulwandbildern in diesem Jahr habe dies wieder einmal gezeigt. „Auch diese Arbeit wäre in digitalen Beständen viel einfacher möglich gewesen“, ist der Vorsitzende des Fördervereins sicher. Umso glücklicher sei er über die unerwartete Spende von Hans Gerhard Ramler.

2021 will sich das Museum mit seinem digitalisierten Bestand an Sammelbildern aus Margarinepackungen an „Coding da Vinci“, dem mittlerweile größten Kultur-Hackathon Deutschlands beteiligen.


Nachts im Museum...

Ein in Schleswig-Holstein einmaliges Erlebnis bietet das Dorf- und Schulmuseum nach der durchweg positiven Resonanz wieder ab dem 15. Juni: Mitten im Museum kann übernachtet werden. Die Gäste dürfen sich ab 18 Uhr ganz exklusiv in den Räumen bewegen und so auf eine ganz persönliche Zeitreise gehen.

„Durch Zufall bin ich auf die Möglichkeit der Erlebnisübernachtung gestoßen und war sofort begeistert“, berichtet Marc Dobkowitz, Vorsitzender des Fördervereins. „Hier kann man eine Zeitreise in die dörfliche Idylle unternehmen“, war auch Karen Löhnert, Gründerin von Sleeperoo, nach ersten Kontakten begeistert von der Atmosphäre in der alten Dorfschule. Ihr Unternehmen stellt unter dem Motto „Die Nacht, der Ort und Du“ in ganz Deutschland den „sleep cube“ an ungewöhnlichen Orten auf, und zählte damit zu den fünf Nominierten des Deutschen Tourismuspreises 2018. In Schönwalde steht der Cube nun nach nur sechs Wochen Vorbereitung im Foyer des Museums mit direktem Blick in das historische Klassenzimmer. Er wurde speziell für außergewöhnliche Erlebnisübernachtungen konzipiert. In ihm befindet sich eine komfortable Matratze mit einer Liegefläche von 160x200 Zentimetern und Deckbett aus Schafschurwolle. Drei unterschiedlich feste Kopfkissen versprechen einen entspannten Schlaf, nachdem die Gäste das Museum für sich entdeckt haben.

„Die Gäste dürfen sich die ganze Nacht frei im Museum bewegen und erhalten auch einen Schlüssel“, erklärt Dobkowitz. Das ist nötig, denn außer der Toilette gibt es keinen weiteren Service wie in einem Hotel. Für das Abendessen muss ein Restaurant aufgesucht werden. Den kleinen Hunger und Durst stillt eine Chillbox. Diese ist - anders als im Hotel - im Preis enthalten. Wer mag, darf auch seinen Picknickkorb mitbringen. „Wer möchte, kann bei uns sein Frühstück auf dem Plüschsofa der guten Stube einnehmen und dazu auch einen Sekt trinken“, wirbt der Vorsitzende für den besonderen Reiz des Ortes. Ein Kühlschrank ist noch vom Betrieb des Museums-Cafés vorhanden. Dobkowitz: „Mit dem Café wurden wir schon einmal für das Vertrauen in unsere Besucher belohnt. Alle sind mit dem nötigen Respekt mit den Exponaten umgegangen, während sie zwischen oder auf ihnen saßen.“ Zwar gäbe es auch Bedenken, jemanden völlig alleine ins Museum zu lassen, aber man wolle es wagen.

„Wir werden sehen, was wir an Feedback bekommen und für was sich die Übernachtungsgäste interessieren“, ist der Vereinschef gespannt. Die Möglichkeiten sind vielfältig. In der alten Schulklasse kann mit Hilfe einer Fibel die Sütterlin-Schrift erlernt werden. Aber auch die große Küche oder die umfangreiche Sammlung an Mausefallen dürfte das Interesse wecken. In der langen Nacht ist auch Zeit, sich einmal genauer mit dem Modell der Schmiede, in der alles auch funktionsfähig ist, oder den Zimmern des Puppenhauses zu beschäftigen.

Die Übernachtungs-Saison geht vom 15. Juni 2020 bis zum 14. April 2021. Gebucht werden kann die Übernachtung schon jetzt für zwei Personen ab 120 Euro über die Homepage des Dorf- und Schulmuseums (www.dorfmuseum-schoenwalde.de) oder auf dem Portal von sleeperoo.de.



Feuer gegen Wasser

2. Kunst-Schmiede-Festival im Kampf der Elemente

Einen sprichwörtlichen Kampf der Elemente erlebten wir bei unserem 2. Kunst-Schmiede-Festival in Schönwalde am 19. Oktober 2019. Das Aprilwetter mit zwei kräftigen Schauern hat uns viele Besucher gekostet. Die Schmiede und alle, die trotz Wetterkapriolen kamen, waren begeistert vom Festival. Das freut uns sehr, auch wenn das Nachtschmieden ausfallen musste.

 Den vollständigen Bericht und weitere Fotos zum Festival finden Sie auf der Seite "Veranstaltungsrückblick/Fotogalerie".