Willkommen im Dorf- und Schulmuseum

Das Museum zum Anfassen  -  Schule im alten Schulhaus

Kulturpreisträger des Kulturpreises 2007 des Kreises Ostholstein


Schere, Stift und Sammelbilder

Kalligrafie-Kurs, Kreativ-Workshop und Sammelbildausstellung im Dorf- und Schulmuseum Schönwalde zum Internationalen Museumstag

Zum 45. Internationalen Museumstag am 15. Mai macht das LandKulTourMobil des LKJ-SH e.V. Station im Dorf- und Schulmuseum Schönwalde. Mit Schwämmen und Schaumstoffrollen können Karten oder Bucheinbände gestaltet werden

Getreu dem Motto des 45. Internationalen Museumstags „Museen mit Freude entdecken“ bietet das Dorf- und Schulmuseum Schönwalde am 15. Mai gleich zweimal die Gelegenheit, selbst kreativ zu werden. Auch eine Sonderausstellung, die bis zum 30. September im Museum zu sehen ist, wird an dem Sonntag eröffnet.

Die Kalligrafie ist die „Kunst des schönen Schreibens“. In 90 Minuten können die Besucher am 15. Mai einen Einblick in den Umgang mit Tinte und Schreibfeder gewinnen. Unter Anleitung von Hartmut Hausfeldt lernen die Teilnehmer ihren Namen oder Einladungen ganz ohne Hilfe des Computer zu erstellen. Hartmut Hausfeldt hat die Kunst über viele Jahre erlernt und gibt Kurse an der Volkshochschule Eutin. Der Schnupper-Kurs beginnt um 15 Uhr und ist kostenfrei. Die Anzahl der Teilnehmer ist begrenzt. „Sollten sich acht bis zehn Interessierte finden, würde Hartmut Hausfeldt zukünftig auch einen Kursus in Schönwalde anbieten“, wirbt Marc Dobkowitz für eine intensivere Auseinandersetzung mit der Kalligrafie.

Der Vorsitzende der Fördervereins Dorfmuseum Schönwalde hat auch das LandKulTourMobil der Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Schleswig-Holstein e. V. zu einer Station im Dorf- und Schulmuseum bewegen können. In einem Kreativ-Workshop können Kinder und Jugendliche zwischen 14 und 17 Uhr mit Schere und Folie Schablonen erstellen und mit Schwämmen und Schaumstoffrollen Karten oder Bucheinbände gestalten.

Um 14:30 Uhr eröffnet offiziell die Sonderausstellung „Die große Welt in kleinen Bildern – Faszination Sammelalben“. Dabei beleuchtet das Dorf- und Schulmuseum die Geschichte der Sammelbilder, die einst den Zigaretten- oder Margarine-Packungen beilagen und heute mit Bildern von Fußballstars oder Kino-Charakteren ihren Höhepunkt erreicht haben. Neben der Entwicklung des bekanntesten Herstellers Panini aus Italien erfahren die Besucher der Ausstellung auch etwas über die veränderten Sichtweisen auf die fernen Länder, die anfänglich mit Hilfe der Sammelbilder in die heimische Stube geholt wurden.

Am 15. Mai um 15 Uhr können interessierte Besucher des Dorf- und Schulmuseums Schönwalde an einem 90 Minuten langen Schnupper-Kurs für Kalligrafie – der Kunst des schönen Schreibens – teilnehmen.


Neue Kassenwartin fürs Museum

Birger Ziesemer übergibt nach 19 Jahren das Amt an Maria Thal

Über 19 Jahre war Birger Ziesemer verantwortlich für die Finanzen des Fördervereins Dorfmuseum Schönwalde a.B. Auf der Jahreshauptversammlung wählten die versammelten Mitglieder nun Maria Thal zu seiner Nachfolgerin. Ebenfalls einstimmig wurden Stephan Abele und Helga Hagedorn als 2. Vorsitzender und Schriftführerin wiedergewählt.

„Unser Verein hatte bisher nur drei Kassenwarte. Du hast es mit 19 Jahren an längsten gemacht“, lobte Mitgründer und Ehrenvorsitzender Hans-Joachim Michaelsen das Engagement des scheidenden Amtsträgers und formulierte an Maria Thal einen Wunsch: „Ich freue mich, wenn Sie es vielleicht genauso lange machen wie Birger.“ Für den scheidenden Kassenwart gab es einen Restaurantgutschein, der wahlweise an Nord- oder Ostsee eingelöst werden kann.

Birger Ziesemer hatte bereits mit dem Wechsel des 1. Vorsitzenden geäußert, „wie der Kapitän ebenfalls die Brücke zu verlassen“. Am Ende brauchte Marc Dobkowitz fünf Jahre, um die Nachfolge zu regeln. „Ich war in all den Jahren schon so oft kurz vor einer Zusage“, berichtete er den Mitgliedern. Anfang des Jahres habe er dann begonnen unter der Überschrift „Zahlenjongleur gesucht“ über die Presse nach einem Interessenten für das wichtige Amt zu suchen. „Die Überschrift hat mich sofort angesprochen“, gestand Maria Thal den Mitgliedern. Als Lehrerin für Mathematik habe sie sich die Aufgabe zugetraut und nach ersten Kontakten mit dem Vereinsvorstand ihre Zusage gegeben.

Nachdem die wichtige Personalie erfolgreich geregelt wurde konzentriert sich der Verein nun auf den Start in die Saison, die traditionell am 15. Mai beginnt und in diesem Jahr auf den Internationalen Museumstag fällt. „Wir haben ein vielfältiges Angebot geplant, über das wir in Kürze informieren werden“, kündigte Dobkowitz an. Zunächst aber freue er sich auf Mittwoch, den 11. Mai. Dann wird nach zwei Jahren Corona-Zwangspause endlich wieder ein Handwerk vorgestellt. Um 19:30 Uhr wird der Holzbildhauer Ole Janzen, der seine Arbeit auch schon während des Kunst-Schmiede-Festivals 2019 präsentiert hat, die Gäste im historischen Klassenzimmer der alten Dorfschule in die Schnitzkunst einführen. Dazu will Janzen auch Anschauungsobjekte mitbringen. Dobkowitz: „Ich bin mir nicht sicher, ob wir am Ende sogar selbst zum Schnitzmesser greifen dürfen.“ Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.


Liebe Museumsfreundinnen und -freunde, der aktuelle Terminplan für Veranstaltungen und Aktionen des Dorf- und Schulmuseums steht fest! Eine Übersicht gibt´s in der linken Spalte; auf der "Terminkalender"-Seite findet man ausführlichere Beschreibungen, die im Laufe des Jahres aktualisiert werden.

Wir hoffen sehr, dass wir alle unsere ambitionierten Pläne umsetzen können - also bitte vormerken, aber immer auch vorher auf unsere Homepage anschauen und/oder auf Pressemitteilungen achten!

Wir freuen uns auf regen Zuspruch!





Nachts im Museum...

Ein in Schleswig-Holstein einmaliges Erlebnis bietet das Dorf- und Schulmuseum nach der durchweg positiven Resonanz wieder ab dem 1. November: Mitten im Museum kann übernachtet werden. Die Gäste dürfen sich ab 18 Uhr ganz exklusiv in den Räumen bewegen und so auf eine ganz persönliche Zeitreise gehen.

„Durch Zufall bin ich auf die Möglichkeit der Erlebnisübernachtung gestoßen und war sofort begeistert“, berichtet Marc Dobkowitz, Vorsitzender des Fördervereins. „Hier kann man eine Zeitreise in die dörfliche Idylle unternehmen“, war auch Karen Löhnert, Gründerin von Sleeperoo, nach ersten Kontakten begeistert von der Atmosphäre in der alten Dorfschule. Ihr Unternehmen stellt unter dem Motto „Die Nacht, der Ort und Du“ in ganz Deutschland den „sleep cube“ an ungewöhnlichen Orten auf, und zählte damit zu den fünf Nominierten des Deutschen Tourismuspreises 2018. In Schönwalde steht der Cube nun nach nur sechs Wochen Vorbereitung im Foyer des Museums mit direktem Blick in das historische Klassenzimmer. Er wurde speziell für außergewöhnliche Erlebnisübernachtungen konzipiert. In ihm befindet sich eine komfortable Matratze mit einer Liegefläche von 160x200 Zentimetern und Deckbett aus Schafschurwolle. Drei unterschiedlich feste Kopfkissen versprechen einen entspannten Schlaf, nachdem die Gäste das Museum für sich entdeckt haben.

„Die Gäste dürfen sich die ganze Nacht frei im Museum bewegen und erhalten auch einen Schlüssel“, erklärt Dobkowitz. Das ist nötig, denn außer der Toilette gibt es keinen weiteren Service wie in einem Hotel. Für das Abendessen muss ein Restaurant aufgesucht werden. Den kleinen Hunger und Durst stillt eine Chillbox. Diese ist - anders als im Hotel - im Preis enthalten. Wer mag, darf auch seinen Picknickkorb mitbringen. „Wer möchte, kann bei uns sein Frühstück auf dem Plüschsofa der guten Stube einnehmen und dazu auch einen Sekt trinken“, wirbt der Vorsitzende für den besonderen Reiz des Ortes. Ein Kühlschrank ist noch vom Betrieb des Museums-Cafés vorhanden. Dobkowitz: „Mit dem Café wurden wir schon einmal für das Vertrauen in unsere Besucher belohnt. Alle sind mit dem nötigen Respekt mit den Exponaten umgegangen, während sie zwischen oder auf ihnen saßen.“ Zwar gäbe es auch Bedenken, jemanden völlig alleine ins Museum zu lassen, aber man wolle es wagen.

„Wir werden sehen, was wir an Feedback bekommen und für was sich die Übernachtungsgäste interessieren“, ist der Vereinschef gespannt. Die Möglichkeiten sind vielfältig. In der alten Schulklasse kann mit Hilfe einer Fibel die Sütterlin-Schrift erlernt werden. Aber auch die große Küche oder die umfangreiche Sammlung an Mausefallen dürfte das Interesse wecken. In der langen Nacht ist auch Zeit, sich einmal genauer mit dem Modell der Schmiede, in der alles auch funktionsfähig ist, oder den Zimmern des Puppenhauses zu beschäftigen.

Die Übernachtungs-Saison geht vom 1. November 2021 bis zum 14. April 2022. Gebucht werden kann die Übernachtung schon jetzt für zwei Personen ab 120 Euro über die Homepage des Dorf- und Schulmuseums (www.dorfmuseum-schoenwalde.de) oder auf dem Portal von sleeperoo.de.