Willkommen im Dorf- und Schulmuseum

Das Museum zum Anfassen  -  Schule im alten Schulhaus

Kulturpreisträger des Kulturpreises 2007 des Kreises Ostholstein


Nachts im Museum...

Ein in Schleswig-Holstein einmaliges Erlebnis bietet das Dorf- und Schulmuseum seit dem 15. November: Mitten im Museum kann übernachtet werden. Die Gäste dürfen sich ab 18 Uhr ganz exklusiv in den Räumen bewegen und so auf eine ganz persönliche Zeitreise gehen.

„Durch Zufall bin ich auf die Möglichkeit der Erlebnisübernachtung gestoßen, und war sofort begeistert“, berichtet Marc Dobkowitz, Vorsitzender des Fördervereins. „Hier kann man eine Zeitreise in die dörfliche Idylle unternehmen“, war auch Karen Löhnert, Gründerin von Sleeperoo, nach ersten Kontakten begeistert von der Atmosphäre in der alten Dorfschule. Ihr Unternehmen stellt unter dem Motto „Die Nacht, der Ort und Du“ in ganz Deutschland den „sleep cube“ an ungewöhnlichen Orten auf, und zählte damit zu den fünf Nominierten des Deutschen Tourismuspreises 2018. In Schönwalde steht der Cube nun nach nur sechs Wochen Vorbereitung im Foyer des Museums mit direktem Blick in das historische Klassenzimmer. Er wurde speziell für außergewöhnliche Erlebnisübernachtungen konzipiert. In ihm befindet sich eine komfortable Matratze mit einer Liegefläche von 160x200 Zentimetern und Deckbett aus Schafschurwolle. Drei unterschiedlich feste Kopfkissen versprechen einen entspannten Schlaf, nachdem die Gäste das Museum für sich entdeckt haben.

„Die Gäste dürfen sich die ganze Nacht frei im Museum bewegen und erhalten auch einen Schlüssel“, erklärt Dobkowitz. Das ist nötig, denn außer der Toilette gibt es keinen weiteren Service wie in einem Hotel. Für das Abendessen muss ein Restaurant aufgesucht werden. Den kleinen Hunger und Durst stillt eine Chillbox. Diese ist - anders als im Hotel - im Preis enthalten. Wer mag, darf auch seinen Picknickkorb mitbringen. „Wer möchte, kann bei uns sein Frühstück auf dem Plüschsofa der guten Stube einnehmen und dazu auch einen Sekt trinken“, wirbt der Vorsitzende für den besonderen Reiz des Ortes. Ein Kühlschrank ist noch vom Betrieb des Museums-Cafés vorhanden. Dobkowitz: „Mit dem Café wurden wir schon einmal für das Vertrauen in unsere Besucher belohnt. Alle sind mit dem nötigen Respekt mit den Exponaten umgegangen, während sie zwischen oder auf ihnen saßen.“ Zwar gäbe es auch Bedenken, jemanden völlig alleine ins Museum zu lassen, aber man wolle es wagen.

„Wir werden sehen, was wir an Feedback bekommen und für was sich die Übernachtungsgäste interessieren“, ist der Vereinschef gespannt. Die Möglichkeiten sind vielfältig. In der alten Schulklasse kann mit Hilfe einer Fibel die Sütterlin-Schrift erlernt werden. Aber auch die große Küche oder die umfangreiche Sammlung an Mausefallen dürfte das Interesse wecken. In der langen Nacht ist auch Zeit, sich einmal genauer mit dem Modell der Schmiede, in der alles auch funktionsfähig ist, oder den Zimmern des Puppenhauses zu beschäftigen.

Gebucht werden kann die Übernachtung für zwei Personen ab 120 Euro über die Homepage des Dorf- und Schulmuseums (www.dorfmuseum-schoenwalde.de) oder auf dem Portal von sleeperoo.de.

Die Übernachtungs-Saison geht noch bis zum 15. April 2019.



Heiße Eisen im Feuer

Am letzten Herbstferienwochenende hatte der Förderverein Dorfmuseum Schönwalde a.B. zum 1. Kunst-Schmiede-Festival geladen. Nicht nur Schmiede aus ganz Deutschland waren der Einladung zur Premiere gefolgt, auch gut 500 Besucher bevölkerten das Museum und die Aktionsflächen darum.

Zum ausführlichen Bericht mit vielen Fotos geht es hier