Aktuelle Rückblicke


Haushaltshelfer waren der Hit

Von der Resonanz auf den im Januar angebotenen Workshop „Nachhaltige Haushaltshelfer“ mit Claudia Hofer sind wir schlicht weg begeistert. Wir hätten uns bei der Planung nicht erträumt, dermaßen den Zeitgeist zu treffen. Bereits 48 Stunden nach den ersten Presseveröffentlichungen laden Anmeldungen für weit mehr als einen Workshop vor. Dank der Flexibilität von Claudia Hofer konnten wir zwei weitere Termine organisieren. Dennoch blieb eine Warteliste. Die Interessierten wird Claudia Hofer kontaktieren.

Die Teilnehmer der Workshops waren bunt gemischt. Während sich die einen mit dem Workshop dem Thema der umweltschonenden Reinigungsmittel erstmals annährten, waren auch „Profis“ dabei, die bereits Plastik aus dem Haushalt verbannt haben und Kastanien zum Waschen nutzen. Eines hatten sie alle gemeinsam: Sie wollen die Umwelt durch ihr nachhaltiges Handeln schonen. „Ganz ohne Chemie geht es nicht“, führte Claudia Hofer ein. Wenn in den WC-Taps Natron und Zitronensäure in richtigen Verhältnis wirken und Ablagerungen lösen, handelt es sich um eine chemische Reaktion. Es sind die Inhaltsstoffe, die die fünf an den Abenden entstandenen Reiniger von denen aus den Supermarktregalen unterscheiden. Aus Ihnen entstehen keine Abbauprodukte wie etwa Dioxine bei manchen Glasreinigern. Bei der Herstellung des Allzweckreinigers werden sogar Schalen von Zitrusfrüchten einer sinnvollen Verwendung zugeführt. Überrascht waren die Teilnehmer wie einfach die Rezepturen sind. Für die Scheuerpaste gilt es nur Natron, Zitronensäuse und Speisestärke zu verrühren. Ähnlich einfach ist ein Klarspüler zusammengerührt. Etwas mehr Arbeit macht die Herstellung von Fleckenstift und flüssigem Waschmittel, beim Auflösen der verwendeten Kernseife. Jeder der Teilnehmer kündigte nach den Stunden im Museum an, gleich am nächsten Tag die Wirkung der Reiniger zu testen. Lob gab es für die Durchführung und Organisation in unseren Räumen für das wir uns ganz herzlich bei den Teilnehmern bedanken.

Die Planung des Workshops zur nachhaltigen Körperpflege in Januar 2021 ist beschlossene Sache!


Plattdütsch - dat geiht ok ünner Corona

Unser Museum feierte Premiere im Pfarrhof

Armin Schönbock (v.l.) und Ingrid Kriegeskotte von „Dörpfiedel“ erzählten in Schönwalde Dönsches und luden mit Gitarre und Akkordeon zum Mitsingen der plattdeutschen Lieder ein.

Was als Konzert zum Mitsingen im historischen Klassenzimmer des Dorf- und Schulmuseums Schönwalde geplant war, wurde in den Wirren der Corona-Pandemie zu einem ausgelassenen Abend auf dem Pfarrhof der Kirchengemeinde. Unter freiem Himmel gab es unter der Regie von Ingrid Kriegeskotte und Armin Schönbock, Mitglieder der Band „Dörpfiedel“, plattdeutsche Lieder und Dönsches im Schatten der reetgedeckten Pfarrscheune.

Damit feierten alle Beteiligten in vielfacher Weise eine Premiere. Schon das verschobene und am Ende abgesagte Konzert im Klassenzimmer mit „Holsteener Platt & Folk“ wäre für die Vier von „Dörpfiedel“ eine Premiere gewesen. Aber auch der nun als Ersatz und bei freiem Eintritt angebotene Abend war ein Versuch der beiden Protagonisten. Der Applaus und die Stimmung unter den Gästen des Abends waren Zeugnis dafür, dass der Versuch gelungen ist. Zu Gitarre und Akkordeon der Musiker gesellte sich schnell auch eine Mundharmonika aus dem Publikum. Dazu sangen die Besucher, alle im weiten Rund mit dem nötigen Abstand platziert, lauthals mit. „Dat du min Leevsten büst“ und „An de Eck steiht 'n Jung mit 'n Tüdelband” waren dabei deutlich hörbar die Renner des Abends.

Eine Premiere war der Abend auch für den Förderverein, der erstmals eine Veranstaltung auf dem historischen Pfarrhof durchführte. „Wir sind der Kirchengemeinde sehr dankbar, dass wir hierher ausweichen durften. Vielleicht ist das der Beginn einer schönen neuen Tradition hier auf dem Gelände“, denkt Marc Dobkowitz, Vorsitzender des Fördervereins, an eine Wiederholung im nächsten Jahr. Unabhängig davon soll das schweren Herzens abgesagte Konzert im Klassenzimmer des Museums auf jeden Fall nachgeholt werden. „Wir warten notfalls auch bis 2022“, sind sich „Dörpfiedel“ und Dobkowitz einig.

Unter den Kastanien zwischen Pfarrscheune und Gemeindehaus genossen die rund 40 Gäste den plattdeutschen Abend, der spontan als Ersatz für das abgesagte „Dörpfiedel“-Konzert mit Holsteener Platt & Folk organisiert wurde.