Aktuelle Rückblicke

Feuer gegen Wasser

2. Kunst-Schmiede-Festival im Kampf der Elemente

Einen sprichwörtlichen Kampf der Elemente erlebten wir bei unserem 2. Kunst-Schmiede-Festival in Schönwalde am 19. Oktober 2019. Das Aprilwetter mit zwei kräftigen Schauern haben uns viele Besucher gekostet. Die Schmiede und alle die trotz Wetterkapriolen kamen, waren begeistert vom Festival. Das freut uns sehr, auch wenn das Nachtschmieden ausfallen musste.

Schmiede aus ganz Deutschland waren unserer Einladung zum Wettbewerb an den Bungsberg gefolgt. Am Ende hatte die fünfköpfige Jury, besetzt mit Fachleuten aus dem Metallhandwerk und künstlerisch interessierten Laien, das Werkstück von Martin Dickgreber (Velbert/Nordrhein-Westfalen) zum Sieger erkoren. Der Schmiedemeister und Restaurator im Metallhandwerk hatte passend zum Motto „bewegend“ ein abstrahiertes Paar geschaffen, das je nach Drehung der Figuren zueinander unterschiedliche Stimmungen der Beziehung darstellt. „Neben dem handwerklichen Können und der künstlerischen Darstellung hat die innere Bewegung der Betrachter für uns den Ausschlag gegeben. Wir fühlten uns emotional bewegt.“, begründet Schönwaldes Bürgermeister Winfried Saak die Entscheidung der Jury.

Auf den Plätzen zwei und drei folgten ebenso künstlerische wie handwerklich anspruchsvolle Windspiele von Andreas Wiegand (Nazza/Thüringen) und Matthias Grabow, Vorjahressieger aus Wangen im Allgäu. Die Wettbewerbsstücke werden in den nächsten Monaten in den Filialen der Sparkasse Holstein in Eutin und Oldenburg zu sehen sein und im Frühjahr für einen sozialen Zweck versteigert werden. Die Werkstücke des 1. Kunst-Schmiede-Festivals wurden nach der Siegerehrung zu Gunsten der Neustädter Tafel, die in Schönwalde eine Ausgabestelle unterhält, versteigert. Der Erlös beläuft sich auf 385 Euro.

Bereits am Vormittag hatten die Schmiede ihre Essen angefeuert und lockten neben interessierten Laien, die bei der Entstehung der Werke hautnah dabei sein konnten, auch viel Fachpublikum auf den Platz neben dem Dorf- und Schulmuseum. In einer Pause nutzen drei alte Schmiede aus der Region die Möglichkeit sich an den Amboss zu stellen. Jeder von ihnen über 80 Jahre alt beherrschte noch immer jeden Handgriff und traf mit dem Hammer präzise. Am Sonntag nutzen noch einmal viele Besucher die Möglichkeit unter Anleitung der Schmiedemeister eigenhändig das Eisen zu bearbeiten.

Im Rahmenprogramm des Festivals, präsentierten sich eine Sattlerin und der Holzbildhauer Ole Janzen aus Langenhagen mit ihren Arbeiten und Karlheinz Düll bot Liköre aus eigener Herstellung an. Am Abend begeisterten „Busso´s Mixtett“ mit Sängerin Tina Benz und „Dörpfiedel“ mit Holsteener Platt die Zuhörer, die bei einsetzendem Regen noch enger mit den Musikern im Zelt zusammenrückten. Am Ende siegte das Feuer über das Wasser von oben. Ein Feuerwerk setzte am Sonnabend den Abschluss des Abends, an dem das Nachtschmieden wegen des Regens abgesagt werden musste.

Dank der Zusage des Sponsors Prokon Regenerative Energien eG können wir jetzt schon sagen: „Es wird auch ein 3. Kunst-Schmiede-Festival vom 17. bis 18. Oktober 2020 geben.“

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen, die zum Gelingen beigetragen haben. Neben den finanziellen Fördern, der Sparkassen-Kulturstiftung Ostholstein, den Kulturstiftungen des Kreises Ostholstein sowie der Prokon eG, möchten wir uns auch bedanken bei

- Ostsee-Pyrotechnik

- Freiwillige Feuerwehr Schönwalde

- DRK-Bereitschaft Neustadt in Holstein

- Freiwillige Feuerwehr Mönchneversdorf

- DRK OV Schönwalde a.B.

- Bauhof Schönwalde

- VCP-Pfadfinderstamm ‚Swentana‘

- Autosattlerei Claudia Braatz

- Dülls Feine Geister

- Norddeutsche Holzbildhauerei Ole Janzen

- Busso´s Mixtett“ mit Sängerin Tina Benz

- Dörpfiedel

- ALLEN die wir jetzt vergessen haben


Spaß mit der "Singenden Müllerin"

Stimmungsvoller Konzertabend mit Tina Benz

Es war ein fabelhafter Abend, den die Gäste in unserem historischen Klassenzimmer am Abend des 27. März erlebten. Tina Benz – die singende Müllerin vom Schierensee - präsentierte zusammen mit Konzertgitarist Hans-Peter Höller ein mitreisendes Frühjahrskonzert. Texte von Max Raabe wechselten sich ab mit Volksliedern und bekannten Klassikern. Der Funke sprang schon nach wenigen Liedern über und das Publikum dankte es der „strengen Lehrerin“, in deren Rolle Tina Benz immer wieder schlüpfte. Bald sang das ganze Klassenzimmer aus vollem Halse. Die Stimmen wurden in der Pause mit Wein und Sekt bei einem kleinen Rundgang durchs Museum geölt. Zum Abschluss des zweiten Teils legte die „Müllerin“ nach fast zwei Stunden Kurzweil noch eine kesse Sohle auf die Dielen der Schulklasse. Gäste wie Künstler waren begeistert von der Atmosphäre des Konzertes. Eine weitere Zusammenarbeit mit dem Dorf- und Schulmuseum wurde noch am Abend verabredet.


Ringelnatz Ahoi!

Hans Peter Lindner wandelte auf den Spuren von Kuttel Daddeldu

Herzlichen Dank an Hans-Peter Lindner für den hervorragenden Ringelnatz-Abend am 14.Juli! Es waren zwei wunderbare Stunden in unserem historischen Klassenzimmer.
Einen ganz besonderen Dank an die Gäste, die mit ihrem Kartenkauf und zusätzlichen Spenden am Abend die Arbeit der Parkinson-Selbsthilfegruppe Neustadt i.H. unterstützt haben.


Besucherzahlen im Dorf- und Schulmuseum stabil

Marc Dobkowitz als 1. Vorsitzender wiedergewählt

Im zweiten Jahr in Folge liegen die Besucherzahlen des Dorf- und Schulmuseums Schönwalde über 2.000. Damit sind die Zahlen der Jahrtausendwende zwar längst nicht erreicht, aber die positiven Effekte des Museums-Cafés im Sommer und besonderer Veranstaltungen zeigen Wirkung. „Mit dem Kunst-Schmiede-Festival, dem Café und unseren Aktionstagen im Sommer, haben wir das Museum ganz neu ins Bewusstsein der Ostholsteiner und der Urlaubsgäste gebracht“, freut sich Marc Dobkowitz über die positiven Zahlen. Die Anwesenden wählten ihn auf der Jahreshauptversammlung des 151 Mitglieder zählenden Vereins erneut zum 1.Vorsitzenden. Weiterhin als Beisitzer gehören Gisela Hamann, Dr. Hubertus Hiller und Annegret Lindner dem Vorstand an.

Dobkowitz macht gleichzeitig deutlich, dass man sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen dürfe. 2018 musste man beispielsweise das Ausbleiben eines Busunternehmens verkraften, das 2017 über 350 Besucher ins Museum geführt hatte. Gerrit Gätjens, verantwortlich für die Führungen und das Museumspädagogische Angebot, verzeichnet indes einen leichten Anstieg der Besuchszahlen von Schulklassen und bei Kindergeburtstagen für die eine Zeitreise in Form einer Detektiv-Rallye angeboten wird. „Insgesamt müssen wir feststellen, dass die Besucher das Erlebnis suchen und die Tage mit besonderen Aktionen bevorzugen“, lautete das Fazit des Vorsitzenden. Er danke besonders dem Kreis der Museumsbetreuer, die eine regelmäßige Öffnung des Museums erst ermöglichen. Umso bedauerlicher sei es, dass im ganzen September niemand zu den regulären Zeiten das Museum besucht habe.

Dies könnte sich in der am 17. Mai beginnenden Saison ändern. Am 19. Mai, wenn es in Schönwalde zum Internationalen Musemstag „We snack platt“ heißt, wird auch eine Sonderausstellung „100 Jahre Nagellack“ eröffnet. In zwei Vitrinen wird Carolin Gorra Teile ihrer Sammlung präsentieren, die offiziell mit über 11.000 Fläschchen als die größte weltweit gilt. Im Zusammenhang mit dem medialen Echo wurde auch von der ersten öffentlichen Präsentation im Dorf- und Schulmuseum berichtet. Weitere überregionale Aufmerksamkeit dürfte die Übernachtungsmöglichkeit im Museum gebracht haben. Noch bis zum 14. April kann in Zusammenarbeit mit dem Anbieter sleeperoo in einem Cube im Museum die Nacht verbracht werden. „Nach Abschluss der Sommersaison wird der Cube im Oktober wieder ins Museum zurückkehren“, kündigte der Vorsitzende die Fortsetzung der Zusammenarbeit an.

Neben der Wiederholung des Kunst-Schmiede-Festivals am 19. Oktober, diesmal mit Teilnehmern der diesjährigen Schmiedeweltmeisterschaft im italienischen Stia, bietet das Museum noch reichlich Potenzial für neue Projekte. „Wir haben noch viele Ideen, die auf Umsetzung warten. Dazu gehört auch die schrittweise Überarbeitung der Ausstellung, die uns viel Energie kosten wird“, wirbt Marc Dobkowitz um weitere tatkräftige Mitglieder im Förderverein.

Wiederholt werden soll auch die Projektwoche von Schülern der Waldorfschule Lensahn. Zusammen mit ihrem Lehrer Hubertus Hiller nutzten sie die umfangreichen Quellen des Museums, um sich einen Eindruck über das Leben auf dem Land vor hundert Jahren zu verschaffen. Die Ergebnisse wurden zum Abschluss der Woche in der Schule präsentiert.

Auch wenn am Abend der Versammlung auf Grund einer Terminüberschneidung kein Vertreter der Gemeinde anwesend sein konnte, ist sich der Förderverein deren Unterstützung gewiss. „Wir sind froh, dass man in Schönwalde zum Museum als kulturelle Einrichtung steht und in diesem Jahr auch umfangreiche Mittel für bauliche Maßnahmen zum Erhalt der alten Dorfschule bereitgestellt wurden“, dankte der wiedergewählte Vorsitzende für die Zusammenarbeit mit der Gemeinde und deren Gremien.