Mit Bus und Bummelzug durch Holsteins Museumslandschaft

Der Tagesausflug 2016 des Fördervereins führte in das Freilichtmuseum Molfsee und das Eisenbahnmuseum Schönberger Strand

Über dreißig wohlgelaunte und unternehmungslustige Mitglieder des Museumsvereins starteten zur Fahrt an Lütjenburg vorbei nach Kiel. Unterwegs gab Hans-Joachim Michaelsen eine Einführung in das Programm des Tages und verschaffte einen Überblick über die beeindruckende Anlage des Freilichtmuseums Molfsee. Dort angekommen wurden wir schon erwartet und durften einer sachkundigen und interessanten Führung folgen.
Die verschiedenen Schleswig-Holsteinischen landwirtschaftlichen Haustypen, Mühlen, Hofanlagen, deren Mobiliar und die Geräte und Werkzeuge der ländlichen handwerklichen Berufe und Gewerke verschafften einen Einblick in dörfliches Leben des 18. und 19. Jahrhundert. Beeindruckend war die Größe der Anlage von über 40 Hektar mit über 60 Gebäuden, sowie das Volumen der dort getätigten und in Zukunft geplanten Investitionen, die unser Dorfmuseum daneben wie die arme Verwandtschaft aussehen ließ. Aber irgendwo muss es schließlich einen Unterschied zwischen einem Dorf- und einem Landesmuseum geben.
Eine erste kleine Rast konnte nach dem langen Aufstieg zur alten Meierei unter großen Kastanien gemacht werden, bevor es mit der Bimmelbahn des Museums durch die Anlage zurück zum Restaurant Drathenhof ging. Dort erwarteten uns bereits schön eingedeckte Tische und Spezialitäten aus der Küche.

Frisch gestärkt – und einer von uns auch vom jugendlichen Kellner biergeduscht – fuhr uns der Bus nach Schönberg zum Probsteimuseum. Dort landeten wir mitten im trubeligen Herbstmarkt, der mit vielen selbstgemachten Angeboten und regionalen Spezialitäten aufwartete. Rund um das Museum lockten die Stände mit kunsthandwerklichen Produkten, Blumengebinden, Pflanzen Kaffee, Kuchen, Waffeln. Angeregt plaudernde Schönwalder genossen, kauften, flanierten.
Das Museum selbst verfügt über eine reichhaltige Sammlung aus dem dörflichen Leben, in Teilen der unseren vergleichbar, aber in deutlich geringerer räumlichen Enge präsentiert. Wenn wir so eine Scheune hätten …
Abgerundet wurde der Besuch durch die Sonderausstellung mit Grafiken des Karikaturisten Marunde, die allgemein zur Erheiterung beitrugen - aber auch zum Nachdenken anregten.
Eine kurze Busfahrt führte uns an den Strand, wo uns eine weitere Stärkung in Form von Kaffee und Kuchen erwartete und Gelegenheit war zum Klönen. Zurück nach Schönberg ging es dann nicht mit dem Bus, sondern mit der Museumsbahn in originalen Wagen der Holzklasse früherer regionaler Bahngesellschaften. Der Zugführer nahm seine Aufgabe sehr ernst, kontrollierte und entwertete die Fahrkarten (aus richtigem Karton) und ließ uns alle zum Erinnerungsphoto antreten.
Voller Erlebnisse und mit den Erinnerungen an einen schönen erlebnisreichen Tag traten wir die Heimfahrt im Bus an, der uns wieder pünktlich in Schönwalde ablieferte. Auch der Wettergott hatte in diesem Jahr wieder ein Einsehen mit den Ausflüglern. Die wenigen nassen Tropfen fielen immer dann, wenn wir trocken im Bus saßen. Hans-Joachim Michaelsen sei an dieser Stelle für Planung und Organisation des Tages gedankt.

 

Thomas Utz

Impressionen aus dem Freilichtmuseum Molfsee und dem Eisenbahnmuseum Schöneberger Strand


Nasser Spaß im Museum und auf dem Bungsberg

Lebhafter Besuch beim Waschtag im Museum und gelungenes Sommerfest auf Holsteins höchstem "Berg"

Mit vollem Einsatz waren die Kids dabei, wenn es ums Wasser tragen und Wäsche waschen wie in uralten Zeiten ging. Beim Sommerfest auf dem Bungsberg konnten Jung und Alt ausprobieren, welche Mühen unsere Vorfahren auf sich nehmen mussten, um ganz alltägliche Anforderungen zu bewältigen.

Auch beim Waschtag am Museum durften Jung und Alt nach Herzenslust die Wäsche in den Waschzubern durchwalken - schon erstaunlich, wieviel Spaß solche Arbeit machen kann, wenn man sie nicht machen muss...


Ein Schmied zeigt sein Können

Traditionshandwerk zum Schauen und Mitmachen

Schmiedemeister Wulf Stein (Bild) und sein Kollege Volker Gast eröffneten die Saison im Mai 2016 mit beherztem Hammerschlag - in der Schmiede im alten "Sprüttenhuus" fanden sie alles, was sie brauchten, um ihr Traditionshandwerk anschaulich vorzuführen.

Auch Besucher durften praktische Erfahrungen mit Hammer und Amboss sammeln.